Nauruz-Fest im Iran-Haus mit usbekischer Beteiligung

Das „Iran-Haus“ befindet sich in Berlin-Lichterfelde in der Drakestraße 3. Hier ist auch die Kulturabteilung der Islamischen Republik Iran angesiedelt. Dr. Thomas Ogger, der Vorsitzende des Hafis-Instituts, lud am 21. März zum Nauruz-Fest ins Iran-Haus ein.       Zusammen mit dem Kulturrat der Islamischen Republik Iran, Herrn Seyed Ali Moujani, begrüßte Dr. Thomas Ogger die Gäste. Mit landestypischen Speisen und Getränke aus dem Iran sowie mit einem Lesekonzert mit Santurmusik und Gedichten von Baba Taher, Omar Chayyam und Dschalaleddin Rumi feierte man Nauruz. Yakup Kilic, Mitarbeiter der Kulturabteilung, zeigte den Gästen, wie perfekt er das Akkordeon beherrscht und verwöhnte mit seinen von ihm ausgewählten Musikstücken die Anwesenden. Hulkar Kurbanova aus Taschkent gehörte zu den geladenen Gästen. Die Studentin aus Taschkent absolviert momentan ein Auslandssemester in Berlin. Unsere Leser kennen sie ja bereits durch den Artikel über den usbekischen Stand während der Internationalen Fruchtmesse in Berlin, die im Februar dieses Jahres stattgefunden hatte. Dort war Hulkar Kurbanova im Auftrag der Usbekischen Botschaft als Dolmetscherin im Einsatz. Besonders beeindruckend fand die Studentin der Betriebswirtschaftslehre es, einmal persönlich Herrn Kulturrat Seyed Ali Moujani begegnet zu sein. Er ist ja auch als Autor des fast 800 Seiten starken Buches „Die neue Geschichte Taschkents“ bekannt. Hulkar Kurbanova betonte: „Es ist hervorragend, dass der Herr Kulturrat meine Geburtsstadt Taschkent mit diesem seinen Werk international einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht hat. Ich bin ihm auch sehr dankbar, dass ich an der Nauruz-Feier im Iran-Haus teilnehmen durfte und bin stolz darauf, diesen Autor einmal persönlich kennengelernt zu haben.“ Das war aber nicht die einzige Begegnung an diesem Abend mit einem Autor bzw. einer Autorin. Die deutsche Schriftstellerin Andrea Röschke gehörte auch zu den anwesenden Gästen. Die studierte Journalistin Andrea Röschke hat das Buch mit dem Titel „Iran – Selbst erlebt“ verfasst. Das sehr gut bebilderte Werk umfasst 217 Seiten. Hulkar Kurbanova war erstaunt „hier bei meinem ersten Besuch im Iran-Haus gleich auf zwei Autoren treffen zu können und sich mit ihnen angeregt zu unterhalten.“ Das war aber längst noch nicht alles an prominenten Begegnungen. Gisela Greiner traf man ebenfalls an. Die CDU-Politikerin zog 1991 in das Abgeordnetenhaus von Berlin ein, in dem sie auch als parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion fungierte. Bis 2001 gehörte sie dem Preußischen Landtag an. Heute ist sie ehrenamtlich als Stellvertretende Vorsitzende der „Parlamentarischen Vereinigung Berlin e. V.“ tätig. „Heute habe ich so viele nette neue Leute kennen lernen dürfen bei der Veranstaltung des Hafis-Instituts. Ich bin überwältigt. Nochmals möchte ich mich bei Herrn Dr. Ogger und beim Herrn Kulturrat Seyed Ali Moujani für diese Einladung bedanken“, so der Gast aus Taschkent. Sie konnte auch darauf hinweisen: „Natürlich weichen die Nauruz-Feiern in einigen Bereichen in meiner usbekischen Heimat ab von den Nauruz-Feiern im Iran. Das fängt bei der Auswahl der Speisen an und endet bei der Auswahl der Dichter, die wir in meiner Heimat zitieren. Es ist ja beinahe natürlich, dass man schwerpunktmäßig die Autoren seiner Heimat zitiert. Man kennt deren Sprache schon seit Kindesbeinen. Hinzukommt, ein Gedicht in usbekischer Sprache ist sicherlich sehr schwer oder überhaupt nicht ins deutsche oder ins Farsi so zu übertragen, dass eine Reimform weiterhin Bestand hat. Umgekehrt gilt das ja auch. Was einst in Farsi oder Arabisch verfasst wurde, kann man nur sehr schwer ins Usbekische so übertragen, dass es sich reimt.“ Das Fazit sieht so für die Studentin aus: „Dass es in den rund 30 Ländern dieser Erde, die das Nauruz-Fest begehen, so zahlreiche Unterschiede von Land zu Land gibt, aber auch viele Gemeinsamkeiten, sorgt doch erst für den bunten Strauß. Es wäre doch eintönig, wenn in einem großen und gepflegten Garten nur immer eine Blumenart anzutreffen wäre.“ Quelle: http://www.usbekistan-online.de

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